Wichtig vorab: Diese Tipps richten sich hauptsächlich an Künstle und Hobby-Maler. Alle Gemälde in meinem Shop werden selbstverständlich fertig bespannt geliefert.
Die meisten Leinwände für meine Gemälde beziehe ich bereits fertig bespannt – das spart Zeit und ist für viele Standardgrößen einfach praktisch. Aber sobald es um XXL-Formate oder Sondermaße geht, baue ich meine Keilrahmen oft selbst und bespanne sie von Hand. So kann ich Größe, Stabilität und Material genau so wählen, wie ich es für das jeweilige Bild brauche. Weil ich dazu im Atelier immer wieder Fragen bekomme, teile ich hier meinen persönlichen Ablauf – ganz so, wie ich es wirklich mache. Vielleicht hilft es Ihnen beim nächsten großen Projekt.

Keilrahmen zusammenbauen bei XXL-Formaten und Sondermaßen
Bei großen Leinwandbildern möchte ich, dass am Ende alles ruhig und hochwertig wirkt – und das beginnt für mich schon beim Untergrund. Bei XXL-Formaten achte ich besonders auf Stabilität, eine gleichmäßige Spannung und eine saubere Verarbeitung, damit das Bild später nicht „arbeitet“ oder unruhig aussieht. Wenn ich den Rahmen selbst baue, kann ich zusätzliche Verstrebungen einplanen, die Spannung individuell anpassen und die Leinwand optimal für den nächsten Schritt vorbereiten. Das gibt mir einfach ein gutes Gefühl – und dem Bild eine solide Basis.
Welche Materialien ich dafür verwende
- Keilrahmenleisten mit Nut und Feder
- Leinwand beziehungsweise Leinengewebe
- Spannzange
- Handtacker
- Gummihammer
- Metallhammer
- Schere
- Winkeleisen
- Paketschnur oder stabile Kordel
Bei größeren Formaten arbeite ich zusätzlich immer mit Mittelstreben oder einem Kreuz zur Stabilisierung.
Den Keilrahmen zusammensetzen
Zuerst setze ich die Rahmenteile in Ruhe zusammen und achte darauf, dass wirklich alles im rechten Winkel sitzt und die Außenkanten sauber bündig sind. Mit dem Gummihammer klopfe ich die Verbindungen vorsichtig fest, bis der Rahmen stabil ist. Danach kontrolliere ich die Winkel noch einmal – gerade bei großen Formaten lohnt sich diese Extra-Minute. Bei XXL-Rahmen verzichte ich bewusst auf Kleber, damit das Holz noch „arbeiten“ kann und ich die Leinwand später bei Bedarf auch wieder nachspannen kann.
Die Leinwand vorbereiten und ausrichten
Dann lege ich die Leinwand unter den Rahmen und richte das Gewebe sorgfältig aus. Dabei zahlt sich Genauigkeit aus, weil die Spannung später viel gleichmäßiger wird. Wichtig ist, dass rundherum genug Überstand bleibt, damit ich die Leinwand sauber um die Kanten legen kann.
Die Leinwand mit Spannzange und Tacker befestigen
Ich starte immer in der Mitte einer Seite und setze dort die ersten Klammern mit dem Tacker. Danach gehe ich zur gegenüberliegenden Seite, ziehe die Leinwand mit der Spannzange über die Kante und tackere wieder mittig fest – so baut sich die Spannung gleichmäßig auf. Dann wiederhole ich das Ganze auf den beiden anderen Seiten. Erst wenn alles sauber sitzt und die Spannung sich gut anfühlt, tackere ich die Leinwand Schritt für Schritt komplett fest. Bei XXL-Formaten arbeite ich bewusst langsam und kontrolliert, damit keine Wellen entstehen und die Leinwand am Ende wirklich schön ruhig liegt.
Die Ecken sauber umlegen
Zum Schluss lege ich die Ecken sauber um und fixiere sie. Bei Leinwandbildern macht eine ordentlich gearbeitete Ecke optisch einen riesigen Unterschied. Mit ein bisschen Geduld wirkt der Rahmen am Ende stabil und richtig professionell.
Warum ich die Leinwand leicht anfeuchte
Nach dem Bespannen feuchte ich die Vorderseite gut mit Wasser an. Beim Trocknen zieht sich das Gewebe nochmals zusammen und wird dadurch zusätzlich straff. Das funktioniert besonders gut.
Zusätzliche Stabilität bei großen Leinwandbildern
Keilrahmenholz arbeitet bei Temperaturunterschieden - auch in hochwertiger Qualität – das merkt man spätestens beim Transport oder beim Aufhängen. Ich arbeite deshalb zusätzlich mit einer diagonalen Verschnürung auf der Rückseite, also einer Art Kreuz aus Kordel. Das hält den Rahmen ruhiger und kleine Verformungen lassen sich damit gut ausgleichen. Bei Leinwandbildern hilft das auch, die Spannung langfristig sauber zu halten.
Warum ich große Leinwände gerne individuell vorbereite
Für mich ist die Vorbereitung bei Sondermaßen und XXL-Formaten schon ein Teil des kreativen Prozesses. Ich kann Material, Stabilität und Spannung genau auf das zukünftige Werk abstimmen – und Schritt für Schritt entsteht die Grundlage für ein großformatiges Original auf Leinwand. Die meisten meiner Bilder male ich zwar auf fertig bespannten Keilrahmen, aber bei besonders großen Formaten oder individuellen Sondergrößen arbeite ich im Atelier ganz bewusst noch klassisch von Hand.
Handgemalte Originalkunst auf Leinwand
Im Atelier von Burgstallers-Art entstehen moderne Acrylgemälde, moderne Leinwandbilder, Tiergemälde, abstrakte Kunst Gesichter und individuelle Auftragsarbeiten – alles handgemalte Originale mit viel Liebe zu Farbe, Struktur und Material. Und keine Sorge: Alle Original Gemälde in meinem Kunst Shop werden natürlich fertig bespannt geliefert und sind sofort bereit zum Aufhängen.




















